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Außenstellen
Für viele unserer Patienten ist es oft nur schwer möglich, neben ihrer Schul-
und Berufsausbildung noch Zeit für einen Sprachtherapietermin in München zu
finden. Noch problematischer ist die Situation für Eltern, die nicht in
München wohnen, ihre Kinder jede Woche zu uns in die Praxis zu bringen.
Deshalb haben wir als zusätzliches Angebot ganze oder halbe Therapietage
eingerichtet, die unsere Mitarbeiter vor Ort in den diversen Institutionen für
Hörgeschädigte durchführen. Dort sind wir in eigenen Therapieräumen
untergebracht und übernehmen in enger Zusammenarbeit mit den dort tätigen
Erziehern, Kindergärtnerinnen, Lehrern, Ausbildern und Psychologen die
lautsprachliche Förderung der Kinder und Jugendlichen.
Dieses Konzept - die Einbettung der Sprachtherapie in den übrigen
Ausbildungsalltag - hat sich ausgezeichnet bewährt. So ist für viele Kinder
ein regelmäßiges Hör- und Sprachtraining selbstverständlich geworden, und
die Kinder haben darüber hinaus die Gelegenheit, in
der Gruppe mit den Betreuern die neu erworbenen Sprachfortschritte zu vertiefen.
Sie sind stolz auf ihre Arbeitsmappen, die sie anderen gerne vorzeigen. So
ergibt sich daraus eine zusätzliche Motivation, das eigene Hör- und
Sprachverständnis zu verbessern. Natürlich bemühen wir uns auch, den Kontakt
zu den Eltern zu pflegen und sie über die Fortschritte oder Probleme ihrer
Kinder auf dem Laufenden zu halten.
Im Förderzentrum mit
Förderschwerpunkt Hören fördern wir Kinder aus dem schulvorbereitenden Bereich (SVE) und Kinder, die bereits die Schule besuchen.
Im Förderzentrum
"Schwerpunkt Hören", der früheren Schwerhörigenschule in Johanneskirchen,
arbeiten wir mit Kindern aus dem schulvorbereitenden Bereich und den Schulkindern der Einrichtung. Betreut werden von uns auch die Kinder, die
dort in den heilpädagogischen Einrichtungen (Tagesstätte und Heim) des
Bayerischen Landesverbands für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter
(BLWG) untergebracht sind. Die kleinen Patienten werden ermutigt, mit
Sprache zu "spielen", Gesprochenes besser wahrzunehmen und Gehörtes
als sprachliche Botschaften zu identifizieren. Sie üben spielerisch, produktiv
mit Sprache umzugehen und lernen so systematisch den Einsatz der Sprache als
Verständigungsmittel. Bei den Schulkindern steht neben Satzbau und Grammatik
die Verbesserung und selbständige Kontrolle der eigenen Aussprache im
Vordergrund.
Im oberbayerischen Hohenwart bei Ingolstadt arbeiten unsere Therapeuten in einer Einrichtung der
Regens-Wagner-Stiftung mit Kindern, die neben ihrer Hörbehinderung meist eine zusätzliche Behinderung haben. Hier steht der Aufbau einer einfachen Kommunikation für den Alltag im Vordergrund, sowohl mit Gebärden als auch mit Lautsprache.
In erster Linie soll die Freude an der sprachlichen Kommunikation unter Beteiligung aller Sinne
geweckt und gefördert
werden. Natürlich sind die sprachtherapeutischen Maßnahmen
an die jeweilige Art der Behinderung angepasst. Wir haben oft erfahren, dass
auch behinderte Kinder und Jugendliche durch die kontinuierliche Anregung, sich
mitzuteilen und ihre Wünsche verständlich zu äußern, zu einer ihnen
angemessenen selbstständigen Lebensführung befähigt werden können.
In München sind wir auch im Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte
(BBW) vertreten. Dort erhalten Auszubildende von uns eine sprachtherapeutische Förderung mit
dem Schwerpunkt Artikulationsverbesserung. Die Verbesserung des sprachlichen
Ausdrucks gibt mehr Sicherheit im Auftreten gegenüber Meistern und Kollegen.
Der Einstieg in eine Berufswelt, in der auf eine Hörbehinderung wenig Rücksicht
genommen wird, ist für viele Jugendliche ein entscheidender Schritt.
Spätestens während ihrer Berufspraktika erleben die Auszubildenden, wie
wichtig korrektes Verstehen von Arbeitsanweisungen und Ausbildungsinhalten, aber
auch sprachliche Umgangs- und Höflichkeitsformen sind. Manchmal
ist es lediglich die Korrektur einzelner Sprachlaute, die aus einem
unverständlich gesprochenem Satz eine verständliche Aussage macht. Eine
Verbesserung der Absehfähigkeit kann dafür sorgen, dass Missverständnisse
erst gar nicht entstehen.
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Stefan Glas
ist zweifellos der bei allen weiblichen Patienten zwischen sieben und
siebenundsiebzig beliebteste Thera- peut. Auch er zählt sozusagen zu den
Gründungsmit- gliedern der Praxis
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