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Die
Behandlung von Patienten mit Cochlea Implantat
Viele CI-Träger kommen als Patienten in unsere Praxis, und das
mit gutem Grund. Nach einer Implantation dieser künstlichen
Hörhilfe können akustische Reize direkt an
den Hörnerv übertragen
werden. Gehörlose und Ertaubte können damit
Geräusche und Sprachlaute
erkennen und unterscheiden und verbessern ihr
Hörvermögen erheblich. Soweit kurz die
medizinisch Seite.
Die
Implantation ist allerdings nur der erste Schritt, denn das
Hören mit einem CI unterscheidet sich grundsätzlich
von dem eines Normalhörenden oder dem eines
Hörgeräteträgers. Die akustischen Signale
kommen als völlig andere Höreindrücke und
Klangerlebnisse im Gehirn an.
Hier setzt unsere Nachsorge für die Träger
eines CI an: Jeder unserer Patienten unterzieht sich einer von uns
entwickelten und nur bei uns durchgeführten
Hörlautuntersuchung. Sie erlaubt unseren Therapeuten eine
genaue Diagnose über die unterschiedlich ausgeprägte
Hörfähigkeit im Allgemeinen und einzelner Laute im
Besonderen zu stellen. Dadurch wird eine gezielte Arbeit mit dem
Patienten möglich. Aber auch für die Techniker in den
Kliniken, die das Implantat öfter neu einstellen, sind die
Resultate unserer Hörprüfung
äußerst hilfreich. Wir dokumentieren, was genau mit
den verschiedenen Einstellungen des Geräts gehört
werden kann und wie der Hörerfolg verläuft.
Bei
Menschen, die von Geburt an gehörlos sind, leisten wir quasi
Pionierarbeit. Unsere Therapeuten bahnen das neue Hören nach
der Implantation an und machen die unbekannten
Höreindrücke und Klangerlebnisse für die
Patienten erfahrbar. Das heißt, dass unsere Therapeuten den
Patienten beibringen, das Gehörte zu erkennen und der
entsprechenden Klangquelle zuzuordnen. Das Ziel ist es, dass unsere
Patienten lernen, Sprachlaute zu unterscheiden.
Kinder, die mit einem CI versorgt sind, lernen nun das Sprechen und die
Sprache in unserem Hörsprachtraining. Die neuen
Höreindrücke werden parallel in Sprache umgesetzt.
Dazu kommen spezielle, auf die kleinen Patienten zugeschnittene
Artikulationsübungen, Wortschatzaufbau und Grammatik.
Spätertaubte CI-Träger stehen vor einem anderem
Problem: Sie müssen neu hören lernen, da sich das
Hören mit dem Cochlea Implantat von den früheren
Höreindrücken der Patienten stark unterscheidet, sich
also vieles ganz anders anhört als gewohnt. Auch sie
müssen das Zuordnen neu lernen. Auf Basis der
Hörlautuntersuchung trainieren wir das Erkennen und
Unterscheiden der Sprachlaute.
Zur Vorbereitung auf die Operation ist ein Lippenablesekurs anzuraten.
Bis zur Erstanpassung des CI hört der Patient nichts, kann in
diesem Zeitraum also überhaupt nur
lautsprachlich kommunizieren, wenn er bestimmte Fähigkeiten im
Lippenablesen entwickelt hat.
Auch nach der Operation ist der Patient auf die zusätzliche
Information
angewiesen, die das Mundbild bietet. Wer sich für eine
CI-Implantation entscheidet, sollte
also frühzeitig mit uns Kontakt aufnehmen, um eine ihm
adäquate Vor- und Nachbehandlung zu erörtern.
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Claudia
ist aufgrund
ihres sprachheilpäda-
gogischen Hinter- grunds eine Bereiche-
rung für die Arbeit im Team und als erfahrene Therapeutin
beliebt bei großen und kleinen Patienten.
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