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Sprachtherapie für Kinder
hörgeschädigter Eltern
Kinder, deren Eltern hörgeschädigt sind, haben einen besonderen
Förderbedarf, insbesondere, wenn ihre Muttersprache die Gebärdensprache
ist. Sie bekommen in der Regel zu Hause
ein nur geringes
oder fehlerhaftes lautsprachliches Angebot. Ihre lautsprachliche
Entwicklung ist dadurch im Vergleich zu anderen hörenden Kindern
verzögert und die Eltern sind aufgrund ihrer Hörschädigung nicht in der
Lage, die lautsprachlichen Äußerungen ihrer Kinder ausreichend
wahrzunehmen und zu korrigieren.
Unsere
Sprachtherapeuten kennen diese Problematik seit vielen Jahren. Wir machen immer
wieder die Erfahrung, dass Kinder ihre Bezugspersonen als sprachliches Vorbild
nehmen. Selbst perfekt hörende Kinder übernehmen die Sprechmuster und die
artikulatorischen Besonderheiten ihrer hörgeschädigten Eltern oder
Geschwister, auch dann, wenn sie noch andere Sprachangebote haben. Unsere
Aufgabe ist es, gezielt gegen zu steuern, indem wir Kindern und Eltern Hilfen
anbieten. Die Kinder bekommen bei uns neue Hör- und Klangerlebnisse, sie werden in ihrer Artikulation gezielt
gefördert und bekommen neue Impulse für ihre Sprachentwicklung. Eltern können
wir ausführlich auch in Gebärdensprache beraten und ihnen dabei
Hilfestellungen geben, wie sie trotz
ihrer Hörbehinderung mit ihrem Kind arbeiten und das in der Therapie
Erarbeitete zu Hause weiterführen können.
Zwei- oder Mehrsprachigkeit der Kinder ist der selbstverständliche
Ausgangspunkt für unsere Sprachtherapie. Kinder, die frühzeitig lernen, sich
der Situation entsprechend auszudrücken, erleben die neu erworbene
Sprachkompetenz als Bereicherung und nicht, wie oft behauptet, als Mangel.
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Die
Ausbildung der Zungen- und Mundmuskulatur ist schwere Arbeit, die
aber unseren Kindern viel Spaß macht. Wo sonst dürfen sie schon
ungestraft die Zunge rausstrecken und abenteuerliche Grimassen
schnei- den?
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