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Unser
Therapiekonzept
Schon während des Studiums und im Verlauf diverser Praktika in
Schulen und
anderen Einrichtungen für Gehörlose und
Schwerhörige mussten die
Praxisgründer und ihre Mitarbeiter feststellen, dass an vielen
Stellen
Therapiemethoden und -konzepte für die Arbeit mit
Hörgeschädigten fehlten.
Eine unserer ersten Bemühungen bestand in der Entwicklung
eines
systematischen Absehprogramms, das nicht nur die Absehbilder
und ihre
Verwechslungsmöglichkeiten erstmals umfänglich
erfasst und darstellt, sondern
auch eine didaktische Aufbereitung für einen Absehkurs
beinhaltet. So kann das
Lippenablesen aufbauend geschult und dem
Hörgeschädigten ein Leitfaden an die
Hand gegeben werden, mit dem er selbst im Familien- und Bekanntenkreis
weiter
arbeiten kann.

Im Bereich Artikulation stießen
unsere Mitarbeiter
immer wieder auf das Problem, dass die im Artikulationsunterricht
erlernten
Sprachlaute von Schwerhörigen oder Gehörlosen trotz
"korrekter"
Anwendung von ihrer hörenden Umwelt nicht erkannt wurden,
speziell wenn sie im
Wort- oder Satzzusammenhang vorkamen. Wir haben uns daher intensiv mit
der Entwicklung
von Übungssequenzen für die lautlichen Besonderheiten
der deutschen
Umgangslautung befasst.
Im Zuge vermehrter
Neuentwicklungen auf dem Sektor
der künstlichen Hörhilfen sind wir in den letzten
Jahren zunehmend damit
konfrontiert, dass die Verbesserung des Hörvermögens
durch die moderne Technik
fortschreitet und sich daraus neue Anforderungen für ein
darauf abgestimmtes
Hörtraining ergeben. Dem tragen wir durch eine die gängigen
Hörtests
ergänzende, von uns entwickelte Hör-Laut-Untersuchung
und daran anknüpfende
individuelle Hörtrainingsprogramme Rechnung.
Dabei ist die Erfahrung unserer Patienten mit
uns
und unsere Erfahrung mit unseren Patienten und ihren besonderen
Schwierigkeiten
immer wieder Ausgangspunkt für Verbesserungen und
Weiterentwicklungen. Die
Erfahrungen unserer Therapeuten werden in
regelmäßigen Teamsitzungen
verallgemeinert und nach befriedigenden Lösungen für
anstehende Probleme
gesucht.

Vor allem aber haben wir die Erfahrung
gemacht,
dass bei aller Methodik und Didaktik der individuelle Mensch
im Mittelpunkt der
Therapie stehen muss. Das bedeutet für uns, dass
unsere Patienten mitbestimmen,
welchen Verlauf die Therapie nehmen soll. Der Patient, auch unsere ganz
kleinen
Klienten, sollen Einfluss auf die Behandlung nehmen, ihre
Wünsche und
Bedürfnisse einbringen und ihre Fortschritte bewusst
mitgestalten, sodass auch
die privaten Probleme und Ängste berücksichtigt
werden können. Die
Einbeziehung des sozialen Umfelds unserer Patienten ist für
uns deshalb so
wichtig. weil sich in Familie und Schule, Kindergarten und
Tagesstätte,
Bekanntenkreis und Freundschaften die soziale Kompetenz erweist, die
wir
versuchen zu vermitteln: über besseres Sprechen und
Hören zu besserem
gegenseitigem Verstehen zu gelangen.
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Hallo,
hallo! Eine der Gebärden,
die auf der ganzen Welt verstanden wird.
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