Praxis Roland Hanik in München - Therapiezentrum für Hörschädigungen aller Art

     

          Praxis Roland Hanik
 
Sprachtherapie für Hörgeschädigte 

  

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Unser Therapiekonzept

Schon während des Studiums und im Verlauf diverser Praktika in Schulen und anderen Einrichtungen für Gehörlose und Schwerhörige mussten die Praxisgründer und ihre Mitarbeiter feststellen, dass an vielen Stellen Therapiemethoden und -konzepte für die Arbeit mit Hörgeschädigten fehlten. Eine unserer ersten Bemühungen bestand in der Entwicklung eines systematischen Absehprogramms, das nicht nur die Absehbilder und ihre Verwechslungsmöglichkeiten erstmals umfänglich erfasst und darstellt, sondern auch eine didaktische Aufbereitung für einen Absehkurs beinhaltet. So kann das Lippenablesen aufbauend geschult und dem Hörgeschädigten ein Leitfaden an die Hand gegeben werden, mit dem er selbst im Familien- und Bekanntenkreis weiter arbeiten kann.

  Stefan Glas unterhält die Damen

Im Bereich Artikulation stießen unsere Mitarbeiter immer wieder auf das Problem, dass die im Artikulationsunterricht erlernten Sprachlaute von Schwerhörigen oder Gehörlosen trotz "korrekter" Anwendung von ihrer hörenden Umwelt nicht erkannt wurden, speziell wenn sie im Wort- oder Satzzusammenhang vorkamen. Wir haben uns daher intensiv mit der Entwicklung von Übungssequenzen für die lautlichen Besonderheiten der deutschen Umgangslautung befasst.

Im Zuge vermehrter Neuentwicklungen auf dem Sektor der künstlichen Hörhilfen sind wir in den letzten Jahren zunehmend damit konfrontiert, dass die Verbesserung des Hörvermögens durch die moderne Technik fortschreitet und sich daraus neue Anforderungen für ein darauf abgestimmtes Hörtraining ergeben. Dem tragen wir durch eine die gängigen Hörtests ergänzende, von uns entwickelte Hör-Laut-Untersuchung und daran anknüpfende individuelle Hörtrainingsprogramme Rechnung.

Dabei ist die Erfahrung unserer Patienten mit uns und unsere Erfahrung mit unseren Patienten und ihren besonderen Schwierigkeiten immer wieder Ausgangspunkt für Verbesserungen und Weiterentwicklungen. Die Erfahrungen unserer Therapeuten werden in regelmäßigen Teamsitzungen verallgemeinert und nach befriedigenden Lösungen für anstehende Probleme gesucht.

Vor allem aber haben wir die Erfahrung gemacht, dass bei aller Methodik und Didaktik der individuelle Mensch im Mittelpunkt der Therapie stehen muss. Das bedeutet für uns, dass unsere Patienten mitbestimmen, welchen Verlauf die Therapie nehmen soll. Der Patient, auch unsere ganz kleinen Klienten, sollen Einfluss auf die Behandlung nehmen, ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen und ihre Fortschritte bewusst mitgestalten, sodass auch die privaten Probleme und Ängste berücksichtigt werden können. Die Einbeziehung des sozialen Umfelds unserer Patienten ist für uns deshalb so wichtig. weil sich in Familie und Schule, Kindergarten und Tagesstätte, Bekanntenkreis und Freundschaften die soziale Kompetenz erweist, die wir versuchen zu vermitteln: über besseres Sprechen und Hören zu besserem gegenseitigem Verstehen zu gelangen.

 

Yvonne Dechant

Yvonne Dechant ist Mitbegründerin der Praxis, kommt ursprünglich aus der Sprachwissenschaft und ist neben ihrem Einsatz für Aus- und Weiterbildung hörgeschädigter Patienten  als   Gebärdensprach- dolmetscherin tätig.

R. Hanik, A. Diehl und Y. Dechant, Fürstenriederstr. 35, 80686 München, Tel. 089-561696, Fax 089-584469, Bildtel. 089-56822760
Mitglied im "Schwerhörigenverein München e. V." und im "Bundesverband Neurofibromatose"